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Numerologie

Numerologie – die Magie der Zahlen

Schon seit Urzeiten sucht der Mensch nach der Wahrheit …

Was versteht man unter Numerologie?

Einfach gesprochen: Zahlensymbolik und Zahlenmystik.

Unter Numerologie versteht man den Umgang mit Zahlen, das Erfassen der tiefen Symbolik der einzelnen Zahl als auch von Zahlenkombinationen, um wie in der Astrologie und im Tarot Erkenntnisse über die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erlangen.

Was sind Zahlen?

Abstrakte mathematische Objekte beziehungsweise Objekte des Denkens, die sich historisch aus Vorstellungen von Größe und Anzahl entwickelten, und ursprünglich ein Maß dafür, aus wie vielen Objekten eine Menge besteht, sh. Anzahl (lt. Wikipedia).

Aus wissenschaftlicher Sicht sind Zahlen wie Buchstaben, Formelzeichen, Symbole und Worte Bestandteil mathematischer, physikalischer und chemischer Formeln.

Aus spiritueller Sicht tragen Zahlen energetische Schwingungen mit eigener Frequenz in sich, die bewusst für spirituelles Wachstum, Manifestation und Heilung verwendet werden können.

Der Ursprung der Zahlen (des Zählens):

Als Vorfahren der Menschen begannen, in Höhlen mit Fingern oder anderen Hilfsmitteln senkrechte Striche auf den Felsen abzubilden, schlug gewissermaßen die Geburtsstunde des Zählens. Es finden sich Zeugnisse, dass vor bald 70.000 Jahren Neandertaler in Höhlen Zahlen durch einfache senkrechte Striche darstellten.

Doch nicht nur Felswände wurden genutzt, um eine gewisse Anzahl von Strichen, Tieren oder anderem darstellen zu können. Auch in Steine und Knochen wurden Kerben eingeritzt, um die Anzahl von Objekten aufzuzeigen.

Menschen begannen an den Fingern abzuzählen. Über zehn Finger hinaus wurde es dann schwierig, die genaue Anzahl von Tieren oder Gegenständen abzuleiten. So kam die Idee auf, Steine oder Stöcke für jedes Tier (ein Stock für eine Ziege, zwei Stöcke für zwei Ziegen) oder für Gegenstände zu legen.

Als vor gut 5.000 Jahren zuallererst im alten Ägypten Papyrus hergestellt wurde, war es nunmehr ein leichtes, Striche auf einem anderen Untergrund als auf Felswänden, Steinen oder Knochen darzustellen. Da viele Striche für viele Objekte auf einem Papyrus allerdings unübersichtlich waren, entwickelten die Menschen mit der Zeit eine „Technik“, die überschaubarer war, um eine bestimmte Anzahl von Strichen darstellen zu können, nämlich Zahlen.

Die Babylonier entwickelten etwa 3000 vor Christus ein Zahlensystem, für das sie 59 Zeichen verwendeten. Jedes dieser Zeichen stand für eine bestimmte Anzahl.

Vermutlich waren es die Sumerer, eines der Völker Mesopotamiens, die jene Keilschrift entwickelten, die als die älteste der Menschheit gilt und die die Babylonier für ihre Mathematik verwendeten. Jene hatte sich im 3. Jahrtausend deutlich vertieft und zu einem Sexagesimalsystem entwickelt, mit dem die Babylonier fortan rechneten. Diese Verbindung aus sumerischer Keilschrift und babylonischer Mathematik findet sich auf Tontafeln babylonischer Herkunft, deren Inschriften (Zahlensystem und Ziffern-Schrift) Brüche aufzeigen als auch quadratische und kubische Gleichungen (Algebra).

Es waren die Inder, die bis zum 4. Jahrhundert ein Zahlensystem entwickelten, das lediglich 10 Zeichen kannte, nämlich die Zahlen von 1 bis 9. Die „0“ kam später hinzu. Jahrhunderte später übernahmen die Araber dieses System, wobei sie die Zeichen in ihrem Aussehen veränderten. Aus dieser arabischen Schreibart entwickelte sich das heute gängige Dezimalsystem.

Der um 1170 in Pisa geborene Rechenmeister und Mathematiker Leonardo da Pisa, Fibonacci genannt, erlernte das Rechnen mit den Ziffern, die die Inder entwickelt hatten. Auf nachfolgenden Reisen nach Ägypten, Syrien, Südfrankreich und in Länder, in denen die arabische Mathematik bereits gebräuchlich war, vertiefte er seine bisherigen Erkenntnisse und verfasste schließlich im Jahr 1202 sein legendäres Rechenbuch Liber ab(b)aci (Buch des Abakus). Der Liber abaci vereinigte das gesamte Wissen über die Mathematik, das bis zum damaligen Zeitpunkt bekannt war. Allerdings bezog sich Fibonacci nicht auf das Rechnen mit dem Abakus, sondern warb für das Rechnen mit den arabischen Zahlen, die er als bedeutend nützlicher ansah.

Noch setzten sich die arabischen Zahlen weder in den Städten Italiens noch sonst in Europa durch, doch der Siegeszug des Liber Abaci war nicht aufzuhalten. Immer weiter verbreitete sich die dezimale Schreibweise, wobei sie in Deutschland erst ab dem 15. Jahrhundert übernommen wurde.

Einstmals wie heutzutage nutzen Wissenschaftler die Zahlen (als auch Symbole, Formelzeichen, Buchstaben und Worte) als Handwerskzeug, um Zusammenhänge in Chemie und Physik erklärbar zu machen. Und das Universum.

Nach dem Kosmologen und Wissenschaftsphilosophen Max Tegmark („Vielleicht besteht der ganze Kosmos aus Mathematik“), einem Wissenschaftler der Gegenwart, ist ein mögliches Universum ein mathematisches System und wird nicht nur durch Mathematik modelliert oder simuliert.

Der deutsche Physiker Albert Einstein erklärte das Verhalten von Raum und Zeit im Universum mittels seiner mathematischen Formel der Relativitätstheorie. Er maß damit den Buchstaben als auch der Zahl seiner Formel höchste Bedeutung zu.

Über die Bedeutung von Zahlen (und Formeln) als Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse hinaus erahnten oder empfanden Menschen der frühesten Menschheitsgeschichte bereits deren mystische Bedeutung.

Kundige an den herrschaftlichen Höfen Mesopotamiens als auch Alt-Ägyptens, Chinas und der Maya-Kultur waren der Auffassung, dass Zahlen, die einzelnen Ziffern als auch Zahlenkombinationen, über ihre mathematische Funktion hinaus symbolische und mystische Bedeutung haben.

Neben der Sternenkunde (Astronomie) und der Sterndeutung (Astrologie) begannen sie die Zahlen zu deuten, um Geschehnisse erklärbar zu machen, um Qualitäten bildhaft werden zu lassen. Und um Schicksale zu deuten.

Der antike griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras, der im sechsten Jahrhundert vor Christus lebte, sah das entscheidende Element, aus dem die Welt und das Universum entstand, in der Zahl. Nach seiner Lehre der Mathematik („Mathesis“ = Wissen = der Weg zur Weisheit) waren er und seine Anhänger der Überzeugung, dass alles Zahl ist. Alles dreht sich um die Zahl, die für einen Archetypen steht. Jede der Zahlen von 1 bis 10 ist von großer Kraft und Relevanz. Die Zahl „1“, die unteilbare Einheit, beherrscht den Kosmos.

In den Zahlen und der Form, in der Mathematik, sahen Pythagoras und seine Anhänger nichts Materielles, sondern eine über allem stehende Ordnung.

Die Numerologie erhielt Bedeutsamkeit in den unterschiedlichsten Bereichen wie der Religion, dem Brauchtum und Aberglauben, der Literatur, der Musik und der Kunst, auch der Baukunst. Schließlich auch der Heilkunde. Schon immer war sie verbunden mit der Astronomie und der Astrologie. Und schließlich mit dem Tarot.

Ein Beispiel aus dem alten Ägypten, in dem die Zahlen 2 und 3 für die Primärzahlen im Universum – und das Götterpaar Isis und Osiris – standen, verlautbart uns Diodorus von Sizilien (Buch I, 11.5):

 „Diese beiden Neteru (Götter) regulieren das gesamte Universum und geben allen Dingen sowohl Nahrung als auch Wachstum …“

Fortsetzung folgt …