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Tarot

Tarot – Eintauchen in das eigene Ich

Schon seit Urzeiten sucht der Mensch nach der Wahrheit …

Eines der Mysterien, das den Menschen mit dem Himmel verbindet und das sich mit der Astrologie und der Numerologie als eine Dreiheit in der Einheit verstehen lässt, ist der Tarot.

Für den suchenden Menschen stellten und stellen die Karten des Tarot (auf manchmal spielerische Weise) ein sich „Entblättern“ des Lebens dar – den Lebensweg in bedeutsamen Stationen.

Was ist der Tarot?

Im Gegenständlichen sind es Karten, die mit Illustrationen, Ziffern, Symbolen und einem bis wenigen Wörtern gestaltet sind.

Im Mystischen können Tarot-Karten dem Fragesteller wie ein „Spiegel“ sein. Dem Fragesteller, der sich ihrer bedient, ist daran gelegen, mehr über sich selbst und über sein gegenwärtiges oder künftiges Leben, auch über seine Vergangenheit, in Erfahrung zu bringen. Die Ausdruckskraft der Karten durch die Abbildungen und Symboliken als auch die verwendeten Ziffern hat tiefere Bedeutung. Der Vordergrund rückt in den Hintergrund. Aus der Tiefe steigt Wahrheit nach oben. Die Karten vereinen Astrologie und Numerologie in sich. Die Karten sind eine Lebensschau, wenn man bereit ist, sich auf die Bedeutung der Karten einzulassen.

Ein Tarot-Deck (englisch: deck, gemeint Kartensatz) umfasst 78 Karten.

Die 22 Karten der großen Arkana (lat. Arkanum bedeutet etwa Geheimnis) sind von „höherer“ Bedeutung. Sie stehen für die abendländischen Archetypen des Menschen und zeigen aus einer höheren Wahrnehmung den Reifeprozess eines Menschen auf seinem Weg durch das Leben. Es ist ein innerer Reifeprozess – ein Reifeprozess des Bewusstseins!

Der Weg des Tarot mit seinen 22 Karten der großen Arkana beginnt mit dem „Narren“, der ersten Karte, die mit der „0“ beziffert ist. Von dieser ersten Karte an begibt sich der Mensch in seinem Leben auf einen Erkenntnisweg, einen Weg der Bewusstwerdung. Wenn er die letzte Karte der großen Arkana erreicht hat, die „Welt“, kann er deren Bedeutung erlangt haben: Erfüllung und Vollendung.

Der Mensch, der ins Leben kommt, hat Aufgaben vor sich, die aus einem höheren Bewusstsein kommen. Bei seinem Weg durch den Tarot, also durch sein Leben, geht es um sein „Inneres“. Es geht um Seele und Geist, um Intuition, Klarheit, Wahrheit, Neutralität, Vertrauen, Erdung, Mut, Wahrnehmen des Lichts und der ewigen Wahrheiten in sich. Vor allem der Liebe! Es sind jene Hilfen, mit denen er die ihm gestellten Aufgaben, die unzweifelhaft auf ihn zukommen werden, bewältigen kann.

Zentraler Punkt der Wahrnehmung ist die Liebe, die All-Liebe, die in jedem Menschen, wenn vielleicht nur noch als winziges Licht, auf ewig vorhanden ist. Ein Lichtfunke, der niemals erloschen ist, seit der Mensch auf der Erde inkarnierte, um seine Erfahrungen in tiefster Materie zu durchleben. Woher der Mensch kam und was er in Wirklichkeit ist, hat der Mensch über ungezählte Inkarnationen vergessen. Es geht für den Menschen auf dem Weg durch den Tarot auch um ein Rückerinnern an seine wahre Existenz – hin zur Erfüllung und vollkommenen Reife, die durch die letzte Karte der großen Arkana dargestellt wird: der „Welt“.

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Die weiteren 56 Karten des Tarot sind der kleinen Arkana (den kleinen Geheimnissen) zugeordnet. Sie zeigen auf, was aus der materiellen Welt, der polaren Welt, in den Alltag eines Menschen treten kann. Ereignisse aller Art, die Emotionen aller Art hervorrufen; wundervolle Gefühlswelten wie unangenehme.

Woher stammt der Tarot?

Über die Herkunft der Tarot-Karten gibt es lediglich Vermutungen, keine genaue Kenntnis.

Die ältesten von Hand gezeichneten Tarot-Karten, die noch existieren, stammen aus dem 15. Jahrhundert. Es ist das Visconti-Sforza Tarocci von 1484. Aufgrund der verwendeten Symbolik in den Karten kann allerdings davon ausgegangen werden, dass die Idee zur Anfertigung solcher Karten weitaus älter ist. Denn es ist das Wissen über die verwendete Symbolik, das weitaus älter ist!

Es stellt sich die Frage, ob der Tarot dem Gedankenblitz eines Menschen, der den Lebensweg eines Menschen von Geburt an bis zu seinem Tod nicht über die Sterndeutung, sondern mittels bildhafter Darstellung aufzeigen wollte, entsprungen ist? Und ob es derselbe war, der, wenn auch später, den Illustrationen Symbolik, Zahlen und Worte hinzufügte.

Zweifellos bewogen den Urheber Wissensdurst, Faszination, im besonderen Spiritualität und Medialität dazu. Er tat es den Sternenkundigen der Hochkulturen Mesopotamiens und Ägyptens gleich, die die Einheit des Himmels und der Erde nicht nur in den tatsächlichen Gegebenheiten erkannten, sondern auch das Zusammenwirken „himmlischer“ und „irdischer“ Kräfte und in der Folge Geschehnisse auf der Erde. Für jeden einzelnen Menschen. Für eine sich ergebende Konstellation. Für das gesamte Leben.

Fragestellungen wie beispielsweise

„Was ist gegenwärtig?“
„Was wird künftig sein?“
„Wo liegt die Lösung des Problems?“

beantworten die Karten auf besondere Art: Dem Fragesteller wird ein Spiegel vorgehalten! Darin kann er einen Blick auf seine Seele, seinen Geist, seinen Körper tun.

Eingang in den Tarot findet durch bildhafte Darstellungen und Symbole die Astrologie, sowie die Numerologie durch die Verwendung von Zahlen.

Ein Beispiel für das Zusammenwirken von Astrologie und Numerologie im Tarot:

In einem der bekanntesten Decks, dem Rider-Waite Tarot, haben wir beispielsweise die „Sonne“, die Karte Nr. 19 der großen Arkana.

Wie strahlend ist diese Karte, die überdeutlich die Lebenskraft symbolisiert! Ein lachendes Kind sitzt spielerisch und voll Lebendigkeit und Leichtigkeit auf einem weißen Pferd. Das Haupt ist von kleinen Sonnenblumen umkränzt. Übergroß strahlt die Sonne im Hintergrund der Karte. Das Kind hält am ausgestreckten linken Arm die Stange einer langen, im Wind bewegten orangefarbenen Fahne. Das glückliche Kind auf dem Rücken des weißen Pferdes erscheint wie auf einem Siegeszug des Lebens, der Leichtigkeit, der Liebe!

Die Nacktheit des Kindes entspricht nach mystischer Auffassung der Unschuld und Reinheit, der besonderen Kräfte.

Ein weißes Pferd versinnbildlicht das Universum und die All-Liebe, Freiheit und Kraft, Mythologie.

Die Fahne steht für einen Neubeginn und für eine Verbindung zu höheren Kräften.

Das freundliche, lebendige Orange steht für Optimismus, Lebensfreude, Glückseligkeit.

In der Astrologie finden wir die Sonne als Herrscher des 5. Hauses (auch: Feldes), welches dem Sternzeichen Löwe zugehörig ist.

Die Häuser eines Horoskops bauen, wie im Lebensweg des Tarot, vom 1. Haus (dem „Ich“) ausgehend, aufeinander auf. Über das 2. Haus der materiellen Absicherungen bewegt sich das „Ich“ hin zum 3. Haus des denkenden, kommunizierenden Menschen, der seine existenzielle Basis mit dem 4. Haus durch den Wohnort, die Heimat, geschaffen hat. Mit dem 5. Haus ist er nun befähigt, sich schöpferisch darzustellen. Kreativ zu sein, diese Kreativität auszuleben. In diesem Haus ist der Drang nach Lebendigkeit, nach Vergnügen, nach Fortpflanzung gegeben. Die „Kinder“, die ins Leben kommen, ob physisch oder in Form entstandener Kunstwerke, entsprechen der unendlichen Lebens- und Schöpferkraft der Sonne.

In der Numerologie gilt die Zahl 19, mit der die „Sonne“ im Tarot beziffert ist, als die Zahl der Sonne und verinnerlicht damit Leben und Freude.

(Ägyptische oder phrygische Quelle):

„Die Geheimnisse des Himmels sind untrennbar mit der Erde verbunden. Deshalb auch finden sich in jeder Gestalt der gezeichneten Karten eine himmlische wie irdische Bedeutung. Der Sinn manches Dargestellten erschließt sich auf den ersten Blick, manches Andere wieder enthüllt sich erst bei Vertiefung darin“.