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Strömen

„Strömen“ Jin Shin Jyutsu

Ein Weg zur inneren Harmonie und Selbsthilfe

Jin Shin Jyutsu (ausgesprochen: Dschin Schin Jützu) ist eine alte, japanische Kunst zur Harmonisierung der Lebensenergie im Körper. Der Name bedeutet frei übersetzt:
„Die Kunst des Schöpfers durch den mitfühlenden Menschen“
oder ganz einfach: „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Diese sanfte Methode beruht auf dem Wissen, dass unser Körper von Energiebahnen durchzogen ist – ähnlich wie Meridiane in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Wenn diese Energien frei fließen, fühlen wir uns gesund, klar, vital und im Gleichgewicht. Wenn sie blockiert sind – durch Stress, Sorgen, Schmerzen oder emotionale Belastungen – können Unwohlsein oder Disharmonien entstehen.

Im Jin Shin Jyutsu arbeiten wir mit unseren Händen als „Jumper Cables“, also als Energiebrücken: Durch das gezielte Auflegen der Hände auf bestimmte Körperstellen – sogenannte Sicherheitsenergieschlösser (SES) – wird der Energiefluss harmonisiert. Man spricht auch vom „Strömen“.

Was bedeutet „Strömen“?

„Strömen“ ist das liebevolle Halten von bestimmten Punkten am Körper – meist mit den Händen, sanft und ohne Druck. Es ist wie ein inneres Gespräch mit deinem Energiesystem. Dabei geht es nicht darum, etwas zu „reparieren“, sondern darum, die körpereigene Harmonie wieder zuzulassen.
Du kannst dich dabei entspannen, atmen, loslassen – und dich einfach „halten lassen“.

Strömen kann man bei sich selbst oder bei anderen anwenden. Es ist einfach, still und sehr tief wirksam.


Die drei Hauptströme (vereinfachte Übersicht):

Im Jin Shin Jyutsu gibt es viele Ströme (Energieverläufe), aber drei von ihnen sind grundlegend und besonders wichtig:

1. Der Hauptzentralstrom

Dein Verbindungskanal zur Lebensenergie
Er verläuft mittig an der Vorder- und Rückseite des Körpers entlang. Dieser Strom ist wie das Rückgrat deiner Energie – er verbindet dich mit deiner inneren Quelle. Wenn du ihn strömst, stärkst du deine Mitte, dein Immunsystem und deine seelische Stabilität.

Beispiel zum Strömen:
Eine einfache Version ist das tägliche Halten der Finger oder das abwechselnde Auflegen der Hände auf Kopf, Stirn, Brustbein, Unterbauch.

2. Die Betreuerströme (links & rechts)

Balance zwischen Körperhälften & Emotionen
Diese Ströme verlaufen über die Körperseiten und helfen, deine rechte und linke Seite in Einklang zu bringen – sowohl körperlich als auch emotional. Sie sind besonders hilfreich bei Stress, Stimmungsschwankungen, Erschöpfung und Rückenschmerzen.

Beispiel:
Hände über Kreuz auf Schulter und Hüfte legen – du verbindest so oben und unten, links und rechts.

3. Die Vermittlerströme (links & rechts)

Verbindung zwischen innen und außen
Diese Ströme gleichen das Zusammenspiel deiner inneren Welt mit der äußeren aus. Sie helfen dir, dich nicht zu verlieren, wenn das Leben chaotisch wird. Sie fördern Anpassungsfähigkeit, Klarheit und Ruhe.

Beispiel:
Eine Hand auf den Oberschenkel, die andere auf die gegenüberliegende Schulter – so hilfst du deinem Körper, sich wieder zu ordnen.

Jin Shin Jyutsu ist …

  • … einfach: Du brauchst keine Geräte, kein Vorwissen – nur deine Hände.
  • … tief: Es wirkt auf körperlicher, emotionaler und geistiger Ebene.
  • … still: Kein Reden, kein Drücken – nur Präsenz.
  • … ein Weg nach innen: zur Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit und innerem Frieden.

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