Angelique und Michael – 3
„Dies ist die Geschichte des Volkes der SKINTARI – der Gestaltwandler.
Und was aus ihnen wurde, sind wir.“
Die Urmutter und die Erste Linie
Am Anfang aller Zeiten,
als die Erde noch jung war und ihre Formen nicht festgelegt,
als Berge sich erhoben und wieder versanken
und das Meer kam und ging,
gab es kein Volk, keinen Namen, kein Maß.
Es gab nur Bewusstsein.
Aus diesem Bewusstsein ging hervor, was später die Urmutter genannt wurde.
Nicht Mutter im menschlichen Sinne,
nicht Frau, nicht Wesen, nicht Gottheit.
Sie war Ursprung – ein Feld, das sich teilen konnte,
ohne sich zu verlieren.
Alles, was war, konnte Form annehmen.
Alles, was Form annahm, konnte sich wieder lösen.
Gestalt war kein Besitz,
sondern Ausdruck eines inneren Zustands.
Zeit spielte keine Rolle. Erinnerung war nicht gebunden an ein einzelnes Leben,
sondern floss weiter, von Sein zu Sein.
Aus der Urmutter gingen die ersten Linien hervor.
Nicht durch Zeugung,
sondern durch Entscheidung.
Ein Teil wollte erfahren.
Ein Teil wollte fühlen, berühren, bleiben.
Ein anderer Teil wollte frei sein,
zeitlos, ungebunden an Materie.
Die Urmutter griff nicht ein.
Denn Eingreifen hätte Trennung bedeutet.
Und Trennung war ihr fremd.
So begann die Geschichte der SKINTARI.
Und mit ihnen begann die Geschichte des Wandels.
Übergang zur ersten Linie
Aus der Entscheidung heraus entstanden die ersten Linien.
Sie waren keine Kinder und keine Nachkommen.
Sie waren Ausprägungen – Bewusstsein, das begann,
sich zu unterscheiden, ohne sich zu trennen.
Gestalt war ihnen nicht gegeben, sie wurde gewählt.
Mit jeder Wahl hinterließ sie eine Spur.
Aus diesen Linien gingen jene hervor,
die später die SKINTARI genannt wurden.
Sie waren die Ersten,
die Wandel und Bewusstsein miteinander verbanden.
Doch mit jeder Entscheidung
wurde der Wandel schwerer.
Und an dieser Stelle begann die Geschichte.
Wird fortgesetzt
