Waldwesen
In der Dämmerung durch den Wald gehen
Gabe leben, heißt auch, über seinen Schatten springen und sich der eigenen Angst stellen.

Die Waldwesen bitten uns um Hilfe!
Wir sollen während der Dämmerung in den Wald gehen, um die kosmischen Energien in den Waldboden einzuspeisen. Sie brauchen jetzt im Jahreszeitenwechsel Energien, die wir ihnen geben können. Sie nennen uns die Waldmenschen. Damit meinen sie uns Menschen, die mit Gold-Rubin auf die Erde gekommen sind und im Frieden mit allen sind.
Während der Dämmerung, allein, durch dunklen Wald zu gehen, war eine große Herausforderung für mich. Herausforderung, mutig, sich seiner Angst zu stellen. Angst vor dem finster werdenden Wald und seinen Wesen.
Wir sollen uns unseres goldenen Hologramms bewusst sein und es in die Erde hinein unter unseren Füßen erzeugen und spiegeln.
Während ich in den Wald kam, stellte ich mir mein goldenes Hologramm vor, in dem ich mich befinde. Ebenso stellte ich mir ein goldenes Hologramm unter meinen Füßen vor. Ich ging ganz bewusst auf dem Feldweg in den Wald hinein. Es dämmerte schon, den ganzen Tag war der Himmel verhangen mit dunklen Regenwolken. Die Sonne befindet sich im Abstieg und die Nacht steht vor der Tür.
Je tiefer ich in den Wald ging, umso mulmiger wurde mir. Ich blieb stehen und nahm mit den Waldwesen gedanklich Kontakt auf. Ich sprach mit ihnen und fragte sie, ob ich den Wald betreten darf. Ihre Antwort war „Ja“!
Langsam ging ich vorwärts, der Weg war mit viel Laub bedeckt und alles war nass und feucht, vom Regen. Vorsichtig betrat ich den nassen Boden, damit ich nicht ausrutsche. Der Weg war nicht eben, sondern bucklig und hing auf eine Seite abwärts. Der kleine Wald lag auf einer Anhöhe.
Ich fragte das Waldwesen, wie weit ich hineingehen darf. Unsere Unterhaltung fand auf der gedanklichen Ebene statt. Er sagte: Du darfst auf dem Weg durch den Wald gehen. Ich antwortete: Ich würde nur bis zur großen Doppeleiche gehen, weiter traute ich mich nicht hinein, weil der Weg dann ins Dunkle führte.
Das Waldwesen erwiderte, ich dürfe so weit gehen, wie ich möchte. Immer bewusster ging ich den Weg entlang. Bei den beiden kleineren Eichen, die links und rechts des Weges standen, blieb ich wieder stehen, und schaute mich um, durch die Bäume hinein in den Wald. Dort wo die Bäume sehr hoch waren, war der Wald noch nicht zu dunkel. Dort könnte ich noch hineingehen. Ich blieb aber doch auf dem Weg, vor Angst auszurutschen. Immer diese Angst.
Mit dem Waldwesen sprach ich über meine Ängste und dass ich wohl bald umkehren würde. Ich nahm während dieser Zeit öfter mein goldenes Hologramm und den Wald bewusst wahr!
So ging als Waldfrau Barbara weiter. Am „Zwillingsbaum“ angekommen blieb ich stehen, wollte auch nicht mehr weiter gehen, aus Angst vor dem dunklen Waldweg, der sich vor mir auftat. Das Waldwesen sprach sehr liebevoll zu mir. „Mache einen Schritt weiter, gehe so langsam wie du magst, Schritt für Schritt. Bleibe immer wieder stehen und fühle in den Wald hinein, und fühle dein goldenes Hologramm.“
Ich tat, wie mir empfohlen wurde. So ging ich Schritt für Schritt langsam auf den nassen Blättern, betrachtete genau deren Farben! Sie waren Rot-Braun-Orang. Je genauer ich die Farben betrachtete, umso heller wurde der nasse Blätterweg vor mir. Schritt für Schritt ging ich durch den dunklen Teil des Waldweges, immer wieder stehen bleibend, auf dem erleuchtetem Laubweg.
Plötzlich nahm ich einen Schatten, links von mir im Wald war, ich erschrak und schaute nur mit meinen Augen nach links. Der Schatten verschwand. „Gehe ruhig weiter, Schritt für Schritt, es passiert dir nichts.“ – vernahm ich wieder in meinen Gedanken.
So ging ich vollkommen ruhig und ohne Angst weiter. Der Wald wurde heller. Ich war durch das dunklere Stück, das auch am Tag nicht hell wird, gut durchgekommen, obwohl viele Brombeerzweige auf dem Weg sich dahinschlängelten. Da hab ich am Tag schon Probleme, dass ich nicht daran hängen bleibe. Und jetzt im Dunkeln bin ich nicht einmal daran gestoßen. Welch ein Wunder!
So ging ich erleichtert und fast fröhlich weiter, bis zum Waldesrand. Ich drehte mich um und schaute in den dunklen Wald. Ich spürte in mir so eine große Freude und Erleichterung, ja eine Befreiung.
Diesen Waldspaziergang ging ich, mit viel Mut, und noch mehr Angst und Unterstützung der Waldwesen, in der Dämmerungszeit ein Stückchen weit, einen dunklen Weg durch den Wald. Meine Angst wurde geheilt …
So ein Wunder, nur mit Mut und den Willen zu wollen. Eine große Freiheit in mir fühlend, ging ich beschwingt nach Hause, sah immer wieder zum Wald hinüber, den ich in der dämmernden Dunkelheit noch gut erkennen konnte.
Ich fühlte die Verbundenheit zum Waldwesen immer noch.
