Von den Meeren zu den Sternen

Erste Erzählung: Das geheime Logbuch
Eintrag in das Logbuch der Karavelle „Fiadh“ unter ihrem Kapitän Samuel Finch:
Anno 1749, Freitag, 17. Januar. Breite 16°12´ N 22°43´ W. Liegen immer noch in der Bucht einer der unbewohnten Inseln der Kapverden. Seit gestern Mittag Wind aus NW. See ist ruhig. Schiffsüberholung seit gestern abgeschlossen. Schiff liegt wieder im Wasser. Süßwasser und Lebensmittel an Bord genommen. Schiff steht unter vollen Segeln. Anker wird gehievt.
Auf einmal gab es ein Geschrei, das bis in meine Kajüte, die Kajüte des Käpt‘ns, zu hören war. Ich saß am Tisch und machte Eintragungen ins Bordbuch, wie ich es täglich machte. Als sich das Geschrei wiederholte, warf ich ärgerlich die Schreibfeder auf den Tisch und ächzte mich aus dem hochlehnigen Stuhl.
Noch ehe ich an der Tür war, hämmerte etwas dagegen, und Sweenys mir bekannte Stimme brüllte: „Käpt’n, Käpt’n!“
Ich riss die Tür auf. Freilich war es Sweeny. Klein, drahtig, schnell auf den Beinen und gut dreißig Jahre jünger als ich, der ich Mitte der Fünfzig war.
„Käpt’n, Ihr müsst auf der Stelle kommen, der Anker kommt nicht aus dem Wasser! Er steckt fest. Beans war schon unten, ist dabei beinahe abgesoffen.“
Ich starrte Sweeny an, als hätte er einen zuviel gehoben, was keinem meiner Leute vor Sonnenuntergang gestattet war, und dann auch nur, wenn ich es ausdrücklich erlaubt hatte. Da er weder wässrige Augen hatte, die er beim geringsten Schluck von Branntwein bekam, noch eine säuerliche Fahne, schloss ich eine Benebelung aus. Ich spürte richtiggehend, wie sich zu meinen unzähligen Falten im wettergegerbte Gesicht weitere Falten, so sie denn noch Platz darin fanden, hinzugesellten.
„Herrgott, ihr Kerle werdet es doch mit vereinten Kräften schaffen, den Anker aus dem Wasser zu kriegen!“, donnerte ich mit meiner tiefen Stimme, bei der es nicht viel brauchte, dass sie furchteinflößend klang.
„Zu Zehnt haben wir gezogen, Käpt’n, dann ist Beans runter, und jetzt macht er keinen Rührer mehr.“
Ich kratzte mich im struppigen Bart, der widerborstig war wie mein braunes Haar, durch das sich längst graue Strähnen zogen. An Bart und Haaren mühte ich mich regelmäßig ab, um sie in Form zu bringen, was mir bisher nicht gelang. Ich sehe aus wie ein ungeschliffener Kerl auf See, und ganz ehrlich: Das bin ich auch.
Sweeny, einer der Seeleute, glotzte mich erwartungsvoll an, während ich etwas Unverständliches brummte und ihn auf die Seite stieß. Unter polternden Schritten stieg ich an Deck und erspähte Beans, der seinen Spitznamen davon hatte, dass er lang und dünn war und biegsam wie frische Bohnen, was dann von Vorteil war, wenn man rasch und sicher in die Wanten klettern musste. Das musste Beans oft, und er verstand sich bestens darauf. Jetzt aber saß er reglos auf den Planken an der Reling neben der herabgelassenen Strickleiter, streckte alle Viere von sich und starrte kreidebleich vor sich hin.
„He, Beans, was ist los mit dir? Was ist mit dem Anker los?“, brummte ich, doch erhielt keine Antwort.
Beans gehörte zu der Handvoll von Männern unter meiner Mannschaft, mich eingeschlossen, die schwimmen konnten, was unter Seeleuten nicht verbreitet war. Ich hatte mal gehört, dass es unter den Landratten mehr Leute geben sollte, die schwimmen konnten als unter Seeleuten, aber das halte ich für Seemannsgarn.
„Beans, mach die Ohren auf, was ist geschehen!?“, donnerte ich, doch Beans reagierte nicht im Mindesten.
Mir reichte es. Ich streifte die Schuhe ab, riss mir Wams und Hosen herunter und schnallte mir den Gürtel um den Leib, hinter den ich Messer und Axt schob. Ich zog mich über die Reling und kletterte ein Stück weit die an der Bordwand herabgelassene Strickleiter hinab, dann ließ ich los und sprang ins Wasser, das herrlich erfrischend war. Ich holte tief Luft, ehe ich mich unter Wasser entlang der Ankerkette rasch in die Tiefe arbeitete. Im klaren Wasser schimmerte mir der Anker rostig entgegen, verziert mit dem Grau und Grün von Muscheln und Algen. Was ich auf einem der Ankerarme entdeckte, schnürte mir augenblicklich die Kehle zu. Entsetzt öffnete ich einen Spaltbreit die Lippen, was freilich genügte, dass mir Salzwasser in den Mund drang. Trotz innerlichen Widerstands schluckte ich, worauf mich Hustenreiz überfiel. Wieder schluckte ich Salzwasser. Ich brauchte dringend Luft!
So rasch ich konnte, brachte ich mich unter kraftvollen Stößen an die Wasseroberfläche zurück, wo ich hustete, spuckte und nach Luft japste. Bis das Salzwasser milder wurde, um mir nicht mehr in den Augen und in der Kehle zu brennen, presste ich die Lider zusammen und drückte die Stirn gegen die kalte, harte Ankerkette, an der ich mich festhielt.
Bei allen Windsbräuten der Lüfte, was ist das?!, dachte ich erschüttert. Nach Jahrzehnten auf See hatte ich vieles erlebt und manches überlebt, mich warf nichts so rasch aus den Stiefeln. Doch wenn sich etwas zugetragen hatte, das unter Seeleuten als Seemannsgarn bezeichnet wurde, hatte sich dies immer in gewisser Entfernung abgespielt und niemals in unmittelbarer Nähe!
„Finch, alles in Ordnung?“, brüllte mein Steuermann herunter, der sich in die komplette Mannschaft, die über die Reling zu mir herabglotzte, eingereiht hatte.
Ich legte den Kopf in den Nacken und blinzelte nach oben. „Könnte nicht besser sein“, log ich.
Was ist das da unten auf dem Anker?!, fragte ich mich ein weiteres Mal.
Es half nichts, die „Fiadh“ musste auslaufen! Nach wochenlanger Flaute, die wir genutzt hatten, um das aufs Trockene gesetzte Schiff am gesamten Schiffskörper von Muscheln und Tang zu befreien, war am Tag zuvor Wind aufgekommen. Wind aus Nordwest, der uns günstig gewogen sein würde beim Erreichen unseres nächsten Ziels, der Kanarischen Inseln.
Entschlossen drehte ich mich im Wasser und tauchte entlang der gewaltigen Kette nach unten, bis ich ein weiteres Mal den Anker erreichte. Ich schwor mir, ruhig zu bleiben und das zu tun, was nötig war: Den Anker freizubekommen!

Immer noch saß da dieses kleine, grüne Geschöpf auf einem der eisernen Arme und zerrte wild mit einem seiner Beine, um es von Kettengliedern und Muscheln freizubekommen, worin es sich offenbar verheddert hatte. Wie beim ersten Tauchgang sah es mich mit durchdringendem Blick aus seinen grünen Augen an. Das Wesen schien mir ein Kobold der Meere zu sein, ähnlich den Kobolden meiner irischen Heimat, die in der Regel von kleinem oder mittlerem Wuchs waren. Der kleine Kerl besaß Arme, Beine und Leib wie die eines Menschen, struppiges, grünes Haar und große, an den Enden spitz zulaufende Ohren. Mitten im ansehnlichen Gesicht, das mir noch jung erschien, saß eine rosige Knollennase, was dem Geschöpf das Aussehen eines verschmitzten Menschenjungen verlieh. Seine Haut allerdings war von einem grünlichen Schimmer überzogen.
Mit angehaltenem Atem befand ich mich dem erstaunlichen Wesen gegenüber und musterte es aus zusammengekniffenen Augen. Auch das Geschöpf blickte mich an. In dessen Blick lagen Spannung, Erstaunen und Verzweiflung.
Entschlossen zog ich die Axt aus dem Gürtel und arbeitete an den Kettengliedern, die unmittelbar das Bein des Geschöpfes umfassten. Freilich tat sich nichts, denn sie waren massiv, und unter Wasser etwas bewerkstelligen zu wollen, war äußerst mühsam. Ich brauchte eine Lücke, irgend eine beschädigte Stelle an einer der Kettenglieder, um vielleicht dabei Erfolg haben zu können, das Wesen aus seinen eisernen Fesseln zu befreien. Mit der Schneide kratzte ich mühsam einige hartschalige Muscheln fort, die das Bein auf ihre Weise festhielten, doch noch steckte es fest und war ohne schwere Verletzung keinesfalls herauszubringen. Mir wurde die Luft knapp. Ich nickte dem Geschöpf zu, als könne es mich verstehen, tauchte entschlossen wieder an die Wasseroberfläche und nahm mir die Zeit, Luft zu holen und meine Kräfte zu sammeln.
Wieder ging es zum Anker hinab, und wieder arbeitete ich mit der Axtschneide, bis ich eine brüchige Stelle in einem der Glieder, die zwei andere hielt, entdeckte und mit aller Kraft, die einem Menschen unter Wasser möglich war, die Schneide dort hineindrückte. Ich stemmte mich dagegen, kratzte, stemmte mich wieder kraftvoll dagegen und schaffte es, dass sich die Lücke vergrößerte. Erneut musste ich an die Wasseroberfläche und Luft holen, und überhörte dabei die Rufe, die von der Reling auf mich herabprasselten.
Bald bekam ich Übung darin, mich unter Wasser mit gewaltigen Stößen entlang der Ankerkette in die Tiefe zu arbeiten, um mit der Axtschneide die brüchige Stelle des Kettenglieds zu vertiefen. Mir blieb nur, es zu schaffen, dass es brach, denn auf andere Weise hätte ich den kleinen Kerl nicht befreien können. Ich wunderte mich ohnehin längst, wie er es zu Wege gebracht hatte, in die Kette zu geraten.
Was bist du?, dachte ich und warf meinen Blick kurz hin zu ihm, der längst verstanden hatte, was ich tat, und still hielt. Aus seinen Augen war die Verzweiflung verschwunden, und etwas, das kaum sein konnte, war an deren Stelle getreten: Belustigung!
Bald bist du frei!, dachte ich, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob es das Geschöpf verstehen konnte.
‚Wird auch Zeit!‘, schoss es mir gut hörbar entgegen.
Vor Überraschung verschluckte ich mich beinahe und presste noch fester die Lippen zusammen. Hatte das Geschöpf mit mir gesprochen?
‚Hab ich! Pass bloß auf mein Bein auf, Käpt’n!‘, schallte es in meinen Ohren.
‚Halt die Klappe!‘, antwortete ich unwillkürlich, freilich wieder nur in Gedanken, und als hätte mir seine Ungeduld neuen Antrieb verliehen, drückte ich derart mit der Schneide gegen das Kettenglied, dass es endlich aufbrach. Dennoch dauerte es seine Zeit und ein weiteres Auftauchen an der Wasseroberfläche, Luft holen und Zurückkehren, bis ich das auseinandergebrochene Kettenglied aus den beiden anderen Gliedern, die es ehern umfasst hatte, herauslösen konnte. Endlich jedoch war eine ausreichende Öffnung geschaffen und noch ehe ich die Axt hinter den Gürtel geschoben hatte, hatte der Kobold sein Bein herausgezogen und war auf den Ankerarm gesprungen.
‚Na endlich!‘, drang es gereizt an meine Ohren. ‚Kannst ganz leidlich mit der Axt umgehen, Finch, aber Francis war deutlich geschickter!‘
‚Schleich dich!‘, polterte ich in Gedanken, denn längst wurde mir wieder die Luft knapp. Es war mir, als hörte ich ein spöttisches Lachen, ehe das Geschöpf wie ein grüner Luftstrom im türkisfarbenen Wasser rascher verschwand, als ich ihm mit den Augen folgen konnte. Ich tat es ihm auf meine menschliche Weise nach, die sich keinesfalls mit der seinen messen konnte, stieß mich im Wasser nach oben und ruderte kraftvoll mit Armen und Beinen, um an die Luft zu kommen. Als mein Kopf durch das Wasser hindurch war, erwartete mich an der Reling meine vollzählige Mannschaft, die bei meinem Auftauchen wieder einmal in Geschrei und Johlen ausbrach.
Ich schnaubte, spuckte aus, holte tief Luft und blinzelte immerfort mit den Lidern, weil das Salzwasser höllisch in den Augen brannte.
„Ist der Anker frei, Käpt’n?“, brüllte mein Steuermann herunter.
„Ist er!“
Stunden später auf hoher See …
Wieder saß ich am Tisch. Nach langen Stunden an Deck trug ich ins Bordbuch ein, was sich untertags ereignet hatte, nämlich Unwesentliches.
Für das andere, das sich ereignet hatte, das nicht Unwesentliche, holte ich mir ein von jeglicher Eintragung bislang unangetastet gebliebenes Bordbuch aus der Truhe. Ich überlegte kurz, ehe ich die Feder ins Tintenfass tauchte und zu schreiben begann:
„Von den Meeren zu den Sternen“ – Logbuch des Käpt‘ns Samuel Finch. Erster Eintrag am 17. Januar 1749, aufgezeichnet auf hoher See auf Höhe der westafrikanischen Küste. Was es festzuhalten gilt, hat sich am Morgen desselben Tages in der Bucht einer Insel der Kapverden zugetragen.“
Auf der ersten Seite fügte ich gleich noch mit für einen alten Seebären wie mich erstaunlich gelenker Schrift hinzu, wer der Schreiber dieses Logbuchs überhaupt war. Sollte ich erwägen, diese Aufzeichnungen nicht irgendwann der See zu überantworten oder dem Feuer, sollte jener, der es in Händen haben würde, durchaus erfahren dürfen, wer es dereinst verfasst hatte:
„Ich, Käpt’n Samuel Finch, kurz Finch genannt, allerdings nur von meinen engsten Freunden, mittlerweile im 55. Lebensjahr stehend, schildere hier, dass ich meine Anfänge an Bord einer irischen Karacke als Schiffs- und Kombüsenjunge gemacht habe. Schließlich war ich einfacher Seemann, bis ich über lange Jahre auf den Meeren und nach reichlich Erfahrung Steuermann wurde. Und schließlich Kapitän meines eigenen Schiffes, einer bildschönen und ehemals portugiesischen Karavelle, der ich dem Geheiß meiner Heimat nach den Namen „Fiadh“ gegeben habe, was soviel bedeutet wie „wild“ oder „frei“.
Seitdem lasse ich meine „Wilde“ über die Meere steuern, um Tausch und Handel zu treiben an Küsten und auf Inseln, die wieder gegen Schätze ihres Landes eintauschen, was wir von anderen Küsten und Inseln an Bord haben und ihnen begehrlich erscheint. Einen guten Teil von allen Waren halten wir zurück, um sie gegen klingende Münzen an Küstenabschnitten loszuschlagen, die von den großen Handelsfahrern „übersehen“ werden. Von den Gewinnen, die wir erzielen, können meine Männer und ich ein passables Leben an Bord führen, auch für Wochen an Land, wenn es uns danach ist, uns unter andere Menschen zu mischen. Wobei zu sagen ist, dass es weder mich noch irgendeinen meiner Männer für längere Zeit an einem Ort hält, selbst nicht in Irland, das für die meisten von uns Heimat ist.
Heute beginne ich also, ein zweites Logbuch zu führen – ein geheimes Logbuch, in dem nur ich selbst lesen will und, wenn es für mich an der Zeit ist, für immer an Land zurückzukehren, um mich zu erinnern. In diesem Bordbuch erzähle ich erstmals von einer Begegnung mit einem Wesen, das Landratten (Menschen, die selten oder nie den Fuß auf Schiffsplanken setzen) gemeinhin als Seemannsgarn abtun, und wir Seemänner sie in ihrem Glauben lassen. Auch deshalb, weil es besser für uns ist, nicht als dem Irrsinn verfallen zu gelten.
Nun, wer ist der kleine, grüne Kerl, der auf dem Ankerarm saß, sich mit einem seiner menschlich erschienenen Beine zwischen Kettengliedern und Muscheln verheddert hatte, nicht mehr davon loskam und es irgendwie schaffte, dass sich der Anker nicht von der Stelle rührte, selbst als zehn starke Männer ihn vom Grund hochhieven wollten? Für mich steht fest, dass dieses Geschöpf es vermocht hätte, dass selbst hundert Männer den Anker nicht an die Oberfläche hätten befördern können! Allerdings: Falls es dem Geschöpf darum gegangen war, von keinem menschlichen Auge gesehen zu werden, warum hatten dann Beans und ich es sehen können?!
Für mich ist es ein im Wasser lebendes Geschöpf, ähnlich einem Meermann, wenn auch bedeutend geringer in der Größe und ohne Fischschwanz. Ganz offensichtlich ist es kein Hirngespinst, jedenfalls nicht für mich, denn ich habe es selbst gesehen und sogar aus seinen eisernen Fesseln befreit! Und es hat auf seine Weise und deutlich vernehmlich für mich mit mir gesprochen – war sogar rotzfech gewesen!
Ich bin mir sicher, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der einem solchen Geschöpf jemals begegnet ist, wie andere Seeleute Meerjungfrauen oder Meermännern begegnet sein mochten oder Kraken, die gewaltig wie Schiffe sein können und manche von ihnen sogar in die tiefsten Tiefen der Meere hinabgezogen hätten.
So lange ich über die Meere fuhr und immer noch fahre, habe ich viel erlebt, das den Menschen an Land als einem verwirrten Geist entsprungen gelten würde. Doch was ich heute erlebt habe, ist kein gesponnenes Seemannsgarn, ist wahrlich geschehen!“
Ich stockte in meinem Schreibfluss und blickte durch das große Heckfenster meiner Kajüte hinaus aufs Meer. Am Horizont überzog die untergehende Sonne das Wasser blutrot, wobei es noch einige Zeit dauern würde, ehe diese Färbung unseren Bug erreichen würde. Ich merkte, wie es mich im Rücken schmerzte und befand, dass es an der Zeit wäre, wieder die Beine zu bewegen. An Deck angekommen stellte ich fest, dass der kräftige Wind, der uns den Tag über vorangetrieben hatte, abgeflaut war. Ich machte meinen Rundgang über das Schiff, wie ich ihn immer vor der heraufziehenden Dämmerung machte, und legte Esteban, meinem spanischen Steuermann am Ruder, die Hand auf die Schulter.
Beide blickten wir gen Westen, wo die graue Küstenlinie Afrikas auszumachen war. Wir unterhielten uns, und ein wenig waren wir in Vorfreude auf die Wochen, die wir auf einer der Kanarischen Inseln zubringen wollten. Dort lebten einige Freunde von uns, auch Frauen, die uns im Herzen nicht fremd waren und hervorragende Speisen auf den Tisch zauberten. Ihr Humor war ein anderer als von uns Männern an Bord. Oder auch an Land. Der Humor von Frauen war viel feiner, blitzender, tiefgehender. Ich würde auch sagen herzhafter! Wie er eben nur von Frauen kommen konnte.
Als ich in meine Kajüte zurückkehrte, war bereits die Lampe auf dem Tisch entzündet und standen ein Teller mit Brot und gepökeltem Fisch und ein Krug mit Wein bereit. Sheamus, unser Schiffskoch, wusste, wann es Zeit für mein Abendmahl war, und brachte es mir stets, wenn die Sonne sank. Während ich aß, hing ich meinen Gedanken nach. Langsam trank ich vom Wein, bis der Krug leer war. Schleichend überkam mich Müdigkeit, und ich fiel schließlich in Schlaf, aus dem ich erwachte, als Teller und Krug längst fortgenommen waren und die Lampe nur noch spärliches Licht verbreitete. Ich sah aus dem Fenster, sah die untergehende Sonne und einen herrlichen Dreimaster, der die Wogen des Meeres davor durchschnitt. Irritiert blinzelte ich, glaubte zu träumen. Ich presste die Augen zusammen und mühte mich um eine Spur Wachheit. Alter Finch, schoss es mir durch den Kopf, seit der Kombüsenjunge während deines Schlafs das leere Geschirr abgeräumt hat, muss es längst Nacht geworden sein!
Langsam öffnete ich wieder die Augen. Tatsächlich … draußen auf See war es tiefste Nacht! Beruhigt setzte ich mich im Lehnstuhl auf, richtete den Blick auf den holzwurmzerfressenen Tisch, und erstarrte!
„Wenn du jetzt nicht aufgewacht wärest, hätte ich dich am Bart gezogen!“, plapperte eine helle Stimme.

Fassungslos rieb ich mir über die Augen, aber das, was vor mir auf dem Tisch saß, ließ sich nicht fortstreichen. Zwischen Sextant, Kompass, Fernrohr und der Lampe lümmelte der Kobold aus dem Meer und funkelte mich schelmisch an.
„Was zum Donner!“, stieß ich mit vom Schlaf rauher Stimme aus. „Bist du schon wieder da?!“
„Wieder da!“, grinste der kleine Kerl und schob Sextant und Kompass zur Seite, um seine Beine langstrecken zu können.
„Und was willst du?“
„Mich mit dir unterhalten. Von Seemann zu Seemann.“
Ich blinzelte noch immer schlaftrunken und begann, mich im wirren Haarschopf zu kratzen. „Seemann?“, fragte ich stirnrunzelnd.
Der Kobold grinste noch breiter, ohne mir zu antworten.
„Was bist du?!“, fragte ich herausfordernd und beugte mich im Sessel nach vorne.
Die Arme des Wesens schnellten hoch, die grünen Finger daran spreizten sich, und es lachte leise. „Ein Wassergeist oder auch Kobold oder auch Wassermann.“
„Ein Wassermann hat einen Fischschwanz!“, belehrte ich meinen unerwarteten Gast, worauf dessen Augen wild zu funkeln begannen.
„Habe ich, wenn er mir von Nutzen ist. Wenn nicht, habe ich Füße, die mich an Land tragen, oder auch an Bord eines Schiffs!“
Unwillkürlich nickte ich, obwohl ich kaum fassen konnte, was ich vernommen hatte. „Warum bist du hier?“
„Weil es mir gefällt, hie und da auf einem Schiff mitzufahren. Wobei ich mich den Seeleuten freilich nicht zeige. Es macht riesig Spass, wenn sie Geräusche hören und nichts oder niemand da ist, der sie verursacht, denn dann bekommen sie einen gehörigen Schrecken!“ Der Kobold begann spöttisch zu lachen.
„Warum zeigst du dich dann aber mir oder auch dem Mann, der vor mir zum Anker runtergetaucht ist?“ Ich spielte auf Beans an, der sich mittlerweile von seinem Schrecken erholt hatte und mit dem ich abgemacht hatte, über das Geschöpf auf dem Anker zu schweigen.
„Weil ihr anders seid als die anderen Männer an Bord.“ Der Wassermann ohne Fischschwanz wiegte den Kopf. „Na ja, einige von euch könnten mich auch noch sehen … ja ja, der Schiffsjunge und der Steuermann. Und dann noch einer, der immer im Krähennest sitzt und nach Land oder anderen Schiffen Ausschau hält.“
Der Kobold meinte wohl Jack, der wie Beans ein unerschrockener und erfahrener Mann darin war, rasch in die Wanten zu steigen und hoch bis zum Ausguck, um bis zum Horizont zu spähen.
„Warum können wir dich sehen und andere nicht?“, fragte ich in aufsteigender Ungeduld.
Wie ein kleiner Mensch hielt der Kobold einen Zeigefinger an die Knollennase und lächelte bedeutsam. „Weil ihr hier oben und hier drin (dabei wechselte sein Zeigefinger zuerst an den Kopf, dann auf die Brust und dort an die Stelle, wo das menschliche Herz schlug) anders von uns Geschöpfen der Natur und der Elemente denkt und uns gegenüber empfindet, als es die meisten Menschen tun. Wobei es immer noch an uns liegt, ob wir uns euch zeigen wollen oder nicht. Ganz einfach!“
Ganz einfach, aha! Das sollte also die Erklärung sein! So recht leuchtete sie mir nicht ein.
„Ist es nicht so, dass die meisten Menschen denken oder glauben, ja davon überzeugt sind, dass es uns gar nicht gibt?! Dass es keinerlei Wesen an Land oder in den Seen, Flüssen und Meeren gibt oder in den Lüften oder in den Tiefen der Erde, außer den Tieren freilich, die anders sind als sie, also keine Menschen sind?!“, erklärte der Kobold, plötzlich ernst geworden.
„Seemannsgarn“, presste ich nachdenklich hervor.
Der Kobold zuckte mit den Schultern. „Nenn es, wie du willst: Seemannsgarn, Sagen, Legenden, Märchen, Träume, Narretei, Irrsinn. Wir unsichtbaren Wesen existieren wie ihr sichtbaren Menschen. Und es gibt noch viel viel mehr Geschöpfe, die ihr hier und hier (wieder klopfte er sich an den Kopf und auf die Brust) gar nicht begreifen könntet, ohne dass ihr denkt, ihr hättet den Verstand verloren.“
Meine Kehle war trocken. Ich wollte nach dem Krug mit Wein langen, doch der war längst fortgeräumt. So griff ich nach der Karaffe mit Wasser und leerte sie in einem Zug. „Hast du auch einen Namen?“, fragte ich mit rauher Stimme.
„Warum sollte ich nicht?“, stieß das Geschöpf des Meeres aufgebracht aus und sprang auf die Beine. „Denkst du, Finch, der du den Namen eines Vogels trägst, dass wir Wesen, die wir von den meisten Menschen als Fabelwesen oder auch als Seemannsgarn bezeichnet werden, keine Namen tragen?!“ Herausfordernd stemmte er die Hände in die Seiten. „Fyharraha!“
„Was?“, stieß ich ungläubig aus. Wenn das sein Name war und ich mich nicht verhört hatte, hörte es sich an, als würde man den letzten Schluck Wein aus einem Weinschlauch pressen.
„Fyharraha!“, wiederholte er ernsthaft.
„Kann ich dich „Fiadh“ nennen, so wie meine stolze Karavelle heißt? Die Namen hören sich … äh … ähnlich an“, fragte ich, weil ich den kleinen Kerl nicht beleidigen wollte, doch sein wahrer Name wollte mir einfach nicht über die Lippen kommen.
Die Miene des Kobolds wurde nachdenklich, schließlich formten sich seine Lippen zu einem breiten Lächeln. „Hört sich ähnlich an wie mein Name. Einverstanden, Finch, du darfst mich so nennen!“
„Da bin ich aber froh“, entschlüpfte es mir.
„Wohin geht denn die Reise?“, fragte Fiadh, wobei mir der leise Unterton darin nicht gefiel.
„Zu den Kanarischen Inseln.“
Fiadh schob die Unterlippe über die obere und begann, sich mit einer seiner kleinen Hände übers Kinn zu streichen. Es war deutlich, dass er nachdachte. Nachdachte und grübelte, grübelte und nachdachte. Und irgendwann auch zu einem Entschluss kam.
„Kann ich einige Seemeilen mit dir mitkommen?“, fragte er unschuldig.
„Wenn ich es dir nicht erlauben würde, würdest du ohnehin mitkommen. Allerdings unsichtbar, nicht?!“
In seinen großen Augen leuchtete es belustigt auf. „Jaaaa Finch, weiser Käpt’n auf der stolzen Fyharraha!“ Er lachte lauthals los und wand sich derart in seiner Erheiterung auf dem Tisch, dass er dabei das Fernrohr herabstieß, das laut auf dem Holzboden aufkam, was seine Erheiterung noch steigerte.
Ich hob das Fernrohr auf und inspizierte es; es war unbeschädigt geblieben. Müde lehnte ich mich im Stuhl zurück und rieb mir wieder über die Augen. Na, das konnte ja heiter werden!
Einige Tage später …
Die Kanarischen Insel, der Westküste Afrikas vorgelagert wie die Kapverdischen Inseln, lagen noch viele Seemeilen von uns entfernt, doch wenn die starken Winde aus Nordwest anhielten, die uns die Segel blähten und unsere Karavelle hoch über den Wellen reiten ließ, würden wir sie rascher als vermutet erreichen können. Meine schöne und wilde „Fiadh“ war ein ehemals portugiesischer Dreimaster mit geringem Tiefgang, einem hohen Heck und einer Lateiner-Takelung. Sie war, wie es den Karavellen eigen war, schnell und hervorragend am Wind.
Routinemäßig überwachte ich unsere Position, die ich mittels des Sextanten bestimmte und auf einer Seekarte eintrug, in dem ich ein kleines Kreuz an die Stelle machte, die unseren gegenwärtigen Standpunkt anzeigte. Mit dem Kompass legte ich die Fahrtrichtung fest, dessen Magnetnadel sich nach dem Polarstern ausrichtete, der stets im Norden zu finden war und Grundlage von Richtungsbestimmungen nicht nur in der Nacht war. So bestimmte ich regelmäßig den Kurs, der uns zu den Kanarischen Inseln bringen sollte.
Am frühen Morgen rief mich Esteban, der der Navigation gleichfalls kundig war, kaum dass ich das Deck betreten hatte, zu sich. „Irgend etwas stimmt mit unserem Kurs nicht, Finch!“, meinte er misstrauisch. Da er oftmals misstrauisch war, wofür es oftmals auch guten Grund gab, verwarf ich seine Skepsis nicht, sondern stellte mich zu ihm ans Ruder.
„Was ist?“, fragte ich rauh.
Er hob die Hand und deutete in die Richtung, in der unser Ziel lag. Liegen sollte. Der Nebel auf dem Wasser zerfaserte zwar nur langsam, war aber an manchen Stellen schon so weit aufgerissen, dass der Horizont zu sehen war. Dort, wo die westafrikanische Küste liegen sollte, zeigte sich uns kein wie aus grauen Schleiern sich erhebendes Land, sondern nur endloses Wasser.
Ich gab ein ärgerliches Brummen von mir, verschwand unter Deck, holte den Sextanten und den Kompass, und machte erste Messungen mittels des Sonnenstandes und des Horizonts. Bei dem, was mir der Kompass anzeigte, stieg erstmals ein ungutes Gefühl in mir auf. Zurück unter Deck nahm ich zu den gemachten Messungen meine nautischen Karten und Tabellen und bestimmte nach sorgsamen Berechnungen unsere gegenwärtige Position. Ich spürte richtiggehend, wie sich mein Gesicht verfinsterte.
Als ich meine Eintragung des letzten Tages und der letzten Nacht auf der Seekarte prüfte, fiel mir auf, dass das von mir gesetzte Kreuz zur Positionsbestimmung nicht dort war, wo ich geschworen hätte, es angebracht zu haben.
Wieder stieg ich an Deck und besprach mich mit Esteban, und wir beiden kamen zur selben Meinung: Wir waren in einer Richtung unterwegs, die von der abwich, wohin wir eigentlich steuern sollten. Offenbar hatten wir uns weiter von der westafrikanischen Küste entfernt und würden, würden wir diesen Kurs beibehielten, an den äußeren Inseln der Kanaren vorbeisegeln.
„Wir sind weitab vom Kurs!“, presste ich übellaunig hervor.
„Weitab nicht, Finch, aber um einige Seemeilen.“
Was folgte, waren kräftige irische Schimpfwörter, die ich in den Morgen brüllte und die zu wiederholen ich hier besser unterlasse, da sie möglichen Lesern als äußerst unziemlich erscheinen könnten. Ein weiteres Mal stieg ich unter Deck und inspizierte Sextant und Kompass auf Beschädigungen hin, die für Fehlmessungen und –deutungen verantwortlich sein konnten. Der Sextant war im einwandfreien Zustand. Im Kompass hatte sich, was mir bislang nicht aufgefallen war, etwas Grünes verfangen. Da es kaum zu sehen war und mir das Licht in der Kajüte nicht ausreichte, stieg ich erneut an Deck und stellte mich an die Reling.
Angespannt untersuchte ich die Stelle im Kompass, an der es mir grün vorgekommen war, und stellte fest, dass sich ein hauchdünner Faden oder ähnliches am inneren Rand eingewoben hatte, wie auch immer dies hatte geschehen können. Mit dem Fingernagel versuchte ich vorsichtig, diesen Faden hervorzuholen, worauf ein weiterer folgte und ein weiterer. Allesamt von einem kräftigen Grün und nicht enden wollend, sooft ich auch daran kratzte und zog.

Was letztlich zum Vorschein kam, raubte mir den Atem! Ich hielt mich mit einer Hand an der Reling fest, mit der anderen hielt ich den Kompass, aus dem mir plötzlich ein schelmisch grinsendes Gesicht entgegensah, um das sich struppige, grüne Haare wanden.
„Potzblitz, vermaledeiter Kobold!“, brüllte ich wütend über das Deck und in die Takelage hinauf, über der eine Schar Möwen vorbeiflog, die ob meines Gebrülls abdrehte.
Esteban musterte mich, als hätte ich den Verstand verloren. Einige meiner Männer an Deck standen ihm in nichts nach. Eilig polterte ich wieder unter Deck und warf krachend die Tür meiner Kajüte hinter mir zu. Ebenso unsaft, was ich sonst nie tat, warf ich den Kompass auf den Tisch und beugte mich mit vor Zorn dunkel gewordenen Augen darüber. Nichts mehr von Fyharraha war zu sehen, der sich gänzlich in den Kompass zurückgezogen hatte.
„He, ausgeschlafen, Fy … ha …ha oder so … müder Abklatsch meiner stolzen Fiadh!“, rief ich so laut, dass es dem Kobold in den spitzen Ohren dröhnen musste. Ich begann den Kompass zu schütteln und ließ ihn schließlich gnadenlos wie einen Kreisel auf der Tischplatte tanzen.
Anfänglich stiegen ärgerliche, bald weinerliche Laute aus dem metallenen Gerät, schließlich, als es still lag, ein einziger lauter Schnaufer.
Ich wartete und klopfte mit dem Zeigefinger leicht, jedoch ungeduldig auf die metallene Hülle des Kompasses. Als sich zu dem grünen Haar des Kobolds erneut ein Teil seines Gesichts zeigte, hörte ich mit dem Klopfen auf.
„Was ist dir eingefallen, mit mir so einen üblen Schabernack zu treiben?“, knurrte ich ehrlich verärgert, denn ich komme nicht umhin zuzugestehen, dass mir der kleine Kerl über die Tage und Nächte an Bord ans Herz gewachsen war.
In Gänze erschien das Gesicht des Kobolds, das sich diesmal über der Kompassnadel und die Himmelsrichtungen ausweitete. Jegliche Spur von Ärger oder Weinerlichkeit war verschwunden, stattdessen zeigte sich ein schelmisch-treuherziges Mienenspiel. Für einen Moment sahen mich die großen, grünen Augen strahlend an, dann schoben sich die Schultern, die Arme und der Leib aus dem Kompass und zuletzt die Beine, mit denen der Meereskobold schwungvoll auf den Tisch sprang.
„Hör, Finch, Käpt’n der bekannten und noch unbekannten Meere, ich musste ein wenig an der Kompassnadel drehen und auch das von dir gesetzte Kreuz auf der Seekarte ein wenig weiterwandern lassen, denn dort, wo du mit deinem Schiff hättest anlanden wollen, was dir bei dem anhaltend kräftigen Wind wohl gelungen wäre, ereignet sich zu eben jener Zeit etwas, an dem keines Menschen Auge teilhaftig werden darf!“
Der kleine Kerl hatte während seiner kurzen Rede derart stolz dagestanden und derart stolz, ja bedeutsam gesprochen, dass ich beeindruckt war. Ich zog mir meinen Stuhl heran, ließ mich hineinfallen und nahm Fyharraha tief in meinen Blick. „Weshalb nicht?“
Fyharraha setzte sich im Schneidersitz hin und stützte sein Kinn in beide Hände. „Weil eine Kommunikation der Meeresgeschöpfe mit Geschöpfen des Himmels stattfinden wird. Es ist ein Austausch von Meeresfrauen und Meeresmännern, Brüdern und Schwestern der Meere, zu denen gleichermaßen Delphine, Wale und andere hohen Seelen-Tiere gehören, mit jenen Brüdern und Schwestern der Sterne, die seit dem Entstehen der Meere und dem Leben darin mit ihnen in Verbindung stehen.“
Ich war sprachlos, starrte wahrscheinlich – und gut, dass ich mich nicht sehen konnte – wie ein Ochse ins Leere. Lange Augenblicke davon. Danach konnte ich immer noch nichts sagen, schluckte mühsam durch die eng gewordene Kehle.
„So etwas gibt es?“, presste ich schließlich ungläubig hervor.
„So wie es dich, Finch, und mich, Fyharraha, gibt. Und wir sind doch zweifellos Wirklichkeit oder nicht?!“ Wieder lächelte er bedeutsam.
„Zweifellos“, grunzte ich.
Es sollte noch Jahre dauern, bis ich Augenzeuge eines solchen sagenhaften Ereignisses werden würde, von dem mir Fyharraha berichtet hatte; eines Nachts auf dem Atlantik und nahe Kap Hoorn, dessen Umrundung zu allen Zeiten der Seefahrt ein höchst gefahrvolles Wagnis war.
Fortsetzung folgt …
